Hier geht es nicht um einen Sirup, mit dem man seinen Kaffee geschmacklich verfeinert, sondern tatsächlich um einen Sirup mit Kaffee-Geschmack. Ich persönlich nutze diesen gerne z.B. über (oder mit Eis-Zauber auch im) Eis oder mische ihn mit Wodka oder Sambuca (je nachdem, ob man den Anisgeschmack mag, oder nicht). Auch zum Verfeinern von Kuchen oder anderen Süßspeisen, denen man eine Kaffeenote hinzufügen möchte, ist er hervorragend geeignet. Vor allem ist er schnell und einfach herzustellen.
Man(n) bzw. Frau nehme:
250ml stark (!!!!) aufgebrühten Kaffee. Solltet ihr vorhaben, ihn später in ein alkoholisches Getränk zu geben, nehmt bitte unbedingt entkoffeinierten Kaffee. Ihr macht sonst die ganze Nacht kein Auge zu ;-)
150-200 gr. braunen Rohrzucker, je nachdem wie süß ihr es mögt.
1 TL Zimt
Weniger Zucker sollte es nicht sein, es soll ja ein Sirup werden. Also kommt man an der Süße nicht ganz vorbei. Je nachdem wie viel Zucker ihr nehmt, verlängert bzw. verkürzt sich die Einkochzeit. Ich habe 200gr. genommen. Bei 150gr. solltet ihr demzufolge etwas länger einkochen.
Den Zucker mit dem Zimt vermischen und den noch heißen Kaffee hinzufügen. Alles gut mit einem Schneebesen verrühren, bis sich der Zucker größtenteils aufgelöst hat. Währenddessen schon mal die beschichtete Pfanne oder einen kleinen Topf auf dem Herd vorwärmen. Im Prinzip also eine ähnliche Vorgehensweise wie beim Milchmädchen-Karamell.
Dann das Gemisch in die Pfanne geben und langsam aufkochen. Dabei das Rühren nicht vergessen. Auch hier gilt: Diese Mischung ist bei entsprechender Wärmezufuhr wieder sehr "entgegenkommend". Also das Kochgeschirr entsprechend groß auswählen.
Nach ca. 10 Minuten, wiederum abhängig von eurem Kochgeschirr und Herd, könnt ihr die erste Probe wagen. Ich nehme dazu immer etwas Sirup auf einen Teelöffel und lasse diesen abkühlen (durch pusten gehts natürlich schneller). Dann lasse ich die Menge wieder in die Pfanne tropfen. Wichtig ist hierbei der letzte Tropfen. Fließt dieser ebenso schnell vom Löffel, wie die vorige Menge, solltet ihr noch weiterkochen. Ist dieser jedoch zähflüssig und lässt sich nur mühsam dazu herab, den Löffel zu verlassen, ist der Sirup eigentlich schon fertig.
Jetzt nur noch alles in ein heiß ausgespültes Glas oder eine Flasche füllen und abkühlen lassen.
Ich lagere meinen Sirup im Kühlschrank. Zur Haltbarkeit kann ich keine definitive Aussage machen. Aber 4 Wochen hält er mindestens (das war die längste Zeit, die er einmal bei mir überlebt hat). In Zusammenhang mit alkoholischen Getränken sollte er gekühlt auch länger halten.
Ich wünsche Euch viel Spaß beim (aus)probieren :-)
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Montag, 15. August 2011
Freitag, 5. August 2011
Dine´s "Milchmädchen"-Karamell
Milchmädchen-Karamell stellt man normalerweise aus Milchmädchen (Nestle)- Konserven her, die man ungeöffnet für mehrere Stunden in kochendes Wasser stellt. Alternativ gibt es in den größeren Supermarkt-Ketten auch gezuckerte Kondensmilch aus Russland.
Da mir beide Varianten auf Dauer zu teuer sind, stelle ich mein Karamell selber her. So habe ich nicht stundenlang Konserven auf dem Herd und kann die Menge auch noch selbst bestimmen.
Für das Karamell benötigt ihr:
340 ml/gr Kondensmlich 10%
160 ml Milch (je nach Geschmack). Ich nehme 1,5%, da ich die eh immer Zuhause habe.
250 gr Zucker
1 Päckchen Vanille (entweder eine Schote oder guten (!!!) Vanillezucker)
Dazu benötigt ihr noch eine beschichtete Pfanne mit hohem Rand oder einen entsprechenden Topf. Wichtig ist, dass noch genügend Platz nach oben ist. Wenn das Ganze erstmal kocht, ist es sehr "entgegenkommend" :-)
Zuerst den Zucker abwiegen und einen Teil davon (ca. 5-6 EL) in die warmwerdende Pfanne geben. Während der Zucker in der Pfanne langsam flüssig wird und karamellisiert, könnt ihr die übrigen Zutaten in den Rührbecher geben und mit einem Schneebesen gut verquirlen.
Hat der Zucker in der Pfanne eine mittelbraune Farbe, gießt ihr den Rest dazu.
ACHTUNG! Das spritzt und brodelt im ersten Moment und macht auch mächtig Dampf :-)
Der vorher karamellisierte Zucker wird durch die kühle Flüssigkeit erstmal wieder hart. Das ist aber kein Problem, der löst sich im folgenden Kochvorgang wieder auf.
Dann heißt es warten und rühren. Die Masse sollte schön aufköcheln, so dass die Flüssigkeit nach und nach verdampfen kann. Schwer zu beschreiben. Man bekommt einfach ein Gefühl für die richtige Temperatur. Zwischendurch immer mal durchrühren, damit sich der Zucker nicht am Boden absetzt und dort dann verbrennt.
Nach ca. 30-40 Minuten (je nach Geschirr und Kochtemperatur) wird das Ganze ein klein wenig zähflüssiger. Am besten testet man das, wenn man die Pfanne kurz von der Kochplatte nimmt und dann den Kochlöffel langsam abtropfen lässt. Für den Anfang ist es jedoch einfacher, wenn man ein wenig Karamell auf eine Untertasse gibt und diese für ein paar Minuten ins Eisfach legt. Die Pfanne so lange einfach von der Platte nehmen und erstmal nicht weiterkochen.
Nach ein paar Minuten könnt ihr die Untertasse wieder aus dem Eisfach befreien und so die Konsistenz des Karamell in abgekühlter Form testen. Ist euch die Masse fest genug, könnt ihr nun einfach alles in ein heiß ausgespültes Einmach- oder Marmeladenglas füllen und dort abkühlen lassen (Vorsicht. Das Glas wird sehr heiß)
Wenn ihr mit der Konsistenz noch nicht zufrieden seit, einfach die Pfanne nochmal auf die Platte schieben und ein paar Minuten weiterkochen. Das Karamell sollte in der Pfanne jedoch nicht ZU zähflüssig werden, da sie ja während des Erkaltens noch härter wird. Also zwischendurch immer mal den Konsistenztest machen.
Klingt im ersten Moment etwas kompliziert, ist es aber gar nicht, wenn man es erst 1-2 mal gemacht hat. Man bekommt schnell ein Gefühl dafür.
Das Milchmädchen-Karamell ist hervorragend als Brotaufstrich verwendbar (für alle, die es gern süß mögen und mal einen Nutella-Ersatz suchen). Ich verwende es auch zum Backen, für Karamell-Likör und für Karamell-Eis.
Erfahrungsgemäß sollte man jedoch immer damit rechnen, dass man selber oder auch der Familienanhang mit einem Löffel in dem Glas hängt und es meist schneller leer ist, als man es nachproduzieren kann :-)
In einem schönen Glas oder einen schönen Flasche (als Likör), lässt es sich auch gut verschenken. Wer weitere Rezeptideen sucht, bemüht einfach mal die Suchmaschine mit "Milchmädchen-Karamell". Der Fantasie sind da (fast) keine Grenzen gesetzt.
In diesem Sinne. Guten Appetit!
Da mir beide Varianten auf Dauer zu teuer sind, stelle ich mein Karamell selber her. So habe ich nicht stundenlang Konserven auf dem Herd und kann die Menge auch noch selbst bestimmen.
Für das Karamell benötigt ihr:
340 ml/gr Kondensmlich 10%
160 ml Milch (je nach Geschmack). Ich nehme 1,5%, da ich die eh immer Zuhause habe.
250 gr Zucker
1 Päckchen Vanille (entweder eine Schote oder guten (!!!) Vanillezucker)
Dazu benötigt ihr noch eine beschichtete Pfanne mit hohem Rand oder einen entsprechenden Topf. Wichtig ist, dass noch genügend Platz nach oben ist. Wenn das Ganze erstmal kocht, ist es sehr "entgegenkommend" :-)
Zuerst den Zucker abwiegen und einen Teil davon (ca. 5-6 EL) in die warmwerdende Pfanne geben. Während der Zucker in der Pfanne langsam flüssig wird und karamellisiert, könnt ihr die übrigen Zutaten in den Rührbecher geben und mit einem Schneebesen gut verquirlen.
Hat der Zucker in der Pfanne eine mittelbraune Farbe, gießt ihr den Rest dazu.
ACHTUNG! Das spritzt und brodelt im ersten Moment und macht auch mächtig Dampf :-)
Der vorher karamellisierte Zucker wird durch die kühle Flüssigkeit erstmal wieder hart. Das ist aber kein Problem, der löst sich im folgenden Kochvorgang wieder auf.
Dann heißt es warten und rühren. Die Masse sollte schön aufköcheln, so dass die Flüssigkeit nach und nach verdampfen kann. Schwer zu beschreiben. Man bekommt einfach ein Gefühl für die richtige Temperatur. Zwischendurch immer mal durchrühren, damit sich der Zucker nicht am Boden absetzt und dort dann verbrennt.
Nach ca. 30-40 Minuten (je nach Geschirr und Kochtemperatur) wird das Ganze ein klein wenig zähflüssiger. Am besten testet man das, wenn man die Pfanne kurz von der Kochplatte nimmt und dann den Kochlöffel langsam abtropfen lässt. Für den Anfang ist es jedoch einfacher, wenn man ein wenig Karamell auf eine Untertasse gibt und diese für ein paar Minuten ins Eisfach legt. Die Pfanne so lange einfach von der Platte nehmen und erstmal nicht weiterkochen.
Nach ein paar Minuten könnt ihr die Untertasse wieder aus dem Eisfach befreien und so die Konsistenz des Karamell in abgekühlter Form testen. Ist euch die Masse fest genug, könnt ihr nun einfach alles in ein heiß ausgespültes Einmach- oder Marmeladenglas füllen und dort abkühlen lassen (Vorsicht. Das Glas wird sehr heiß)
Wenn ihr mit der Konsistenz noch nicht zufrieden seit, einfach die Pfanne nochmal auf die Platte schieben und ein paar Minuten weiterkochen. Das Karamell sollte in der Pfanne jedoch nicht ZU zähflüssig werden, da sie ja während des Erkaltens noch härter wird. Also zwischendurch immer mal den Konsistenztest machen.
Klingt im ersten Moment etwas kompliziert, ist es aber gar nicht, wenn man es erst 1-2 mal gemacht hat. Man bekommt schnell ein Gefühl dafür.
Das Milchmädchen-Karamell ist hervorragend als Brotaufstrich verwendbar (für alle, die es gern süß mögen und mal einen Nutella-Ersatz suchen). Ich verwende es auch zum Backen, für Karamell-Likör und für Karamell-Eis.
Erfahrungsgemäß sollte man jedoch immer damit rechnen, dass man selber oder auch der Familienanhang mit einem Löffel in dem Glas hängt und es meist schneller leer ist, als man es nachproduzieren kann :-)
In einem schönen Glas oder einen schönen Flasche (als Likör), lässt es sich auch gut verschenken. Wer weitere Rezeptideen sucht, bemüht einfach mal die Suchmaschine mit "Milchmädchen-Karamell". Der Fantasie sind da (fast) keine Grenzen gesetzt.
In diesem Sinne. Guten Appetit!
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